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Darmspiegelung

Seniorin Ab dem 55. Lebensjahr können die Versicherten kostenlos an einer Früherkennungskoloskopie teilnehmen. (Foto: Rainer Sturm, Pixelio.de)

hilft zur Vermeidung von Darmkrebs

Seit Oktober 2002 ist die Darmspiegelung Bestandteil des deutschen gesetzlichen Programms zur Krebsfrüherkennung. Bundesweit wurden seit 2003 fast 100.000 Fälle von Darmkrebs durch Teilnahme an dem Programm verhütet. Das heißt, hier fanden die Ärzte durch die Darmspiegelung Polypen und Gewächse im Darm, die zwar noch keine Krebsgeschwulste sind, sich aber im Laufe von etwa zehn Jahren dahingehend entwickeln. Polypen können unkompliziert meist noch während der Darmspiegelung entnommen werden. Dies berichtete das Deutsche Krebsforschungszentrum. Es zeigte auch: Bei weitere knapp 50.000 Patienten wurde der Darmkrebs in einem frühen, heilbaren Stadium entdeckt. Diese großen Effekte sind umso erstaunlicher, als nur etwa drei Prozent der Berechtigten pro Jahr am Früherkennungsprogramm teilnehmen.

Darmkrebs entsteht langsam. Die Vorstufen brauchen meist viele Jahre, um sich zu einem gefährlichen Karzinom zu entwickeln. Daher kann Darmkrebs weit besser als andere Krebsarten verhütet werden. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet ab dem Alter von 50 Jahren einen Test auf verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl an. Vom 55. Lebensjahr an können die Versicherten kostenlos an einer Früherkennungskoloskopie teilnehmen und, sofern die Erstuntersuchung vor dem 65. Lebensjahr stattgefunden hat, nach zehn Jahren ein weiteres Mal.

Unser Tipp:Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen war. Mit einer Beruhigungsmedikation können Sie in eine leichte Sedierung versetzt werden, sodass Sie den Eingriff überhaupt nicht spüren. Das einzig Unangenehme an der Koloskopie ist die Vorbereitung, denn Sie müssen vorab viel trinken und mit Einläufen für einen sauberen Darm sorgen.

© Dr. Beatrice Wagner

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