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Ernährung als Prävention

Apfel Fünfmal am Tag etwas Obst und Probiotika helfen dem Darm auf die Sprünge.

Der Darm ist das Organ, welches sich unmittelbar um die Verwertung der Speisen und Getränke kümmert. Ernährungsgewohnheiten wirken sich also direkt auf die Darmgesundheit aus.

Beachten Sie daher die folgenden Tipps, Ihrem Darm zuliebe:

Essen Sie jeden Tag frisches Obst und Gemüse. Die allseits bekannte Empfehlung »five a day« ist immer noch gültig, also fünfmal am Tag etwas Obst, Gemüse bzw. auch ein Glas Saft. Obst und Gemüse ist ballaststoffreiche Kost, die durch Vollkornprodukte ergänzt werden kann. In Verbindung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist dies die beste Garantie für eine geregelte Verdauung. Und diese wiederum beugt nicht nur Verstopfung vor, sondern minimiert auch das Risiko für Dickdarmkrebs. Denn im Darm sammelt sich schließlich all der Unrat, für den unser Körper keine Verwendung hat. Auch die sogenannten krebserregenden Stoffe (Kanzerogene), die wir immer mal wieder mit unserer Nahrung aufnehmen, verweilen hier. Werden sie aber flott weitertransportiert, haben sie weniger Zeit, ihre krebserregenden Wirkungen auszuüben. Divertikel, die teilweise sehr schmerzhaften Darmaussackungen, werden mit einer ballaststoffreichen Ernährung übrigens ebenfalls verhindert.

Nehmen Sie täglich Produkte mit Milchsäurebakterien (Probiotika) zu sich,dann werden Sie seltener krank. So besagen es zumindest Studien. Denn Probiotika wirken regulierend auf die Darmschleimhaut und üben damit eine gesundheitsfördernde Wirkung aus. Es handelt sich dabei um die Milchsäurebakterien Lactobacillus acidophilus 1 (LA 1) oder Lactobacillus casein Goldein und Garbach (LGG), die in bestimmten Milchprodukten vorhanden sind. Sie überstehen die Passage durch den Magen und Dünndarm lebend. Deshalb können Probiotika das Verhältnis der Darmbakterien zueinander beeinflussen, mit folgenden positiven Effekten auf den Körper, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen:

  • Sie beugen Infekten in Darm und Vagina vor.
  • Sie hemmen die Bildung von Krebszellen im Dickdarm.
  • Sie verbessern die Immunabwehr, indem sie die Immunzellen zu stärken, die sich zum überwiegenden Teil im Darm befinden und dort trainiert werden.
  • Sie beugen einer Verstopfung und der Aufnahme von zuviel Cholesterin vor.

Essen Sie vermehrt Chicoree, Knoblauch, Zwiebeln, Artischocken und Spargel, dies kommt der Darmgesundheit entgegen, haben Ernährungswissenschaftler der Universität Jena erforscht. Denn diese Gemüsesorten enthalten Inulin. Dies ist eine Mehrfachzuckerverbindung, welche unser Körper nicht verwertet, weil uns bestimmte Enzyme fehlen: Es handelt sich also um einen Ballaststoff. Inulin gelangt unverdaut in den Dickdarm und führt hier zu verbessertem Stuhlgang. Damit können giftige Substanzen besser ausgeschieden werden. Zu diesem ohnehin positiven Effekt gesellt sich aber ein weiterer. Im Darm findet das Inulin nämlich geneigte Abnehmer. Besonders einige »gute« Bakterien, wie die Bifido- und Lactobazillusstämme, knabbern das Inulin gerne an und vermehren sich prompt. Sie produzieren mehr Milchsäure, der pH-Wert im Darm sinkt und andere unerwünschte Bakterien werden verdrängt. Deswegen kann man Inulin als prebiotischen Wirkstoff bezeichnen. Besonders wirkungsvoll ist Inulin in Kombination mit Milchprodukten, die probiotische Bakterien enthalten.

Greifen Sie nicht gleich zu Abführmitteln,wenn Sie unter Verstopfung leiden. Viel besser ist Flohsamen. Dies ist ein Naturprodukt und reguliert die Darmfunktion.

Foto: Wrw, Pixelio